Aus der Palmbacher Geschichte

Gefängnisstrafe für Palmbacher Bürger wegen Milchfälschung

Im Jahre 1925 wurden auch für Palmbacher Bürger harte Strafen für das „fälschen“ (strecken) von Kuhmilch verhängt. So gab es nicht nur eine Gefängnisstrafe und eine Geldstrafe, das Urteil wurde zur Abschreckung auch in der Tageszeitung und der Gemeindetafel veröffentlicht. Siehe Zeitungsausschnitt.

Kurze Gefängnisstrafen mussten in der Gefängniszelle im Palmbacher Rathaus abgesessen werden. Älteren Palmbacher Bürgern ist heute die Benutzung der Palmbacher Gefängniszelle im Rathaus noch bekannt.

Text aus der Tageszeitung:

"Durlach, 18. August 1925.
Wegen Milchfälschung wurden durch Strafbefehl des hiesigen Amtsgerichtes rechtskräftig bestraft: Franz Paar Ehefrau, Elisabeth, geb. Henkenhaf in Palmbach, mit 10 Tagen Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe; Karl Roll Ehefrau, Luise, geb. Tron in Palmbach, mit 6 Tagen Gefängnis und 60 Mark Geldstrafe. Außerdem wurde auf Veröffentlichung des Urteils in der Lokalpresse und Anschlag an der Gemeindetafel Palmbach erkannt. "

Arrestzelle im Palmbacher Rathaus

Die Arrestzelle im Palmbacher Rathaus ist heute noch vorhanden und wird vom Gesangverein Palmbach als Lagerraum genutzt.

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