Ahnenforschung - Neue Ortsfamilienbücher Palmbach und Grünwettersbach
Auf den Spuren unserer Vorfahren – Ahnenforschung und die neuen Ortsfamilienbücher von Palmbach und Grünwettersbach
Vortrag am Freitag, 28. August 2026, um 18 Uhr in der Waldenserkirche Palmbach
Wer waren unsere Vorfahren? Woher kamen die Familien, die seit Generationen in Palmbach und Grünwettersbach leben? Und wie kann man selbst auf Spurensuche gehen?
Der Waldenserverein Palmbach lädt zu einem Vortrag von Roland Jourdan über Ahnenforschung und die neu erschienenen Ortsfamilienbücher von Palmbach und Grünwettersbach ein.
Roland Jourdan gibt Einblicke in die Familiengeschichte unserer beiden Orte und stellt die neuen Ortsfamilienbücher vor. Dabei zeigt er, welche Informationen sich aus historischen Tauf-, Trauungs-, Sterbe- und Familienbüchern gewinnen lassen und wie man selbst mit der Ahnenforschung beginnen kann.
Die beiden neuen Ortsfamilienbücher dokumentieren die Familiengeschichte von Palmbach und Grünwettersbach über mehrere Jahrhunderte und machen zahlreiche familiäre Verbindungen zwischen den beiden Orten und den umliegenden Waldensergemeinden sichtbar.
Infos zum Vortrag am 29.08.2026
Besuch der Fotoausstellung
Verbinden Sie den Besuch des Vortrags gerne mit einem Rundgang durch unsere Fotoausstellung „300 Jahre Palmbach – Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2001“. Die Ausstellung ist noch bis 13. September 2026 täglich von 10 bis 18 Uhr in der Waldenserkirche geöffnet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen interessanten Abend rund um Familiengeschichte, Ahnenforschung und die Geschichte unserer beiden Orte.
Auf den Spuren der Vorfahren in Palmbach und Grünwettersbach
Mit den neuen Ortsfamilienbüchern Palmbach und Grünwettersbach liegt erstmals eine umfassende genealogische Dokumentation der Familien vor, die in Grünwettersbach seit etwa 1640 und in Palmbach seit der Ansiedlung der Waldenser ab 1701 und der Gründung der Waldenserkolonie im Jahr 1702 bis ins 20. Jahrhundert hinein lebten.
Die beiden Werke ermöglichen einen tiefen Einblick in die Familiengeschichte der beiden heute zu Karlsruhe gehörenden Stadtteile und zeigen zugleich die engen familiären Verbindungen zwischen Grünwettersbach, Palmbach und den umliegenden Waldenserorten.
Ortsfamilienbuch Palmbach
Das 150-seitige Ortsfamilienbuch Palmbach umfasst 713 Familien mit insgesamt 2.616 erfassten Personen. Teilweise sind auch reformierte Einwohner aus den Waldenserkolonien Untermutschelbach und Kleinsteinbach enthalten.
Die im Ortsfamilienbuch aufgeführten Daten stammen überwiegend aus den historischen Kirchen- und Familienbüchern der evangelischen Kirchengemeinde Palmbach. Dazu gehören Familienbuch, Taufbuch, Trauungsbuch und Sterbebuch. Das heute noch vorhandene Palmbacher Familienbuch wurde 1860 von Pfarrer Stephan Heinrich Werner als Abschrift des ursprünglich gemeinsam mit Untermutschelbach geführten Familienbuchs angelegt.
Weitere historische Kirchenbuchbestände der Palmbacher Kirchengemeinde sind im Evangelischen Archiv Baden und Württemberg über das Portal ARCHION zugänglich. Für die Erstellung des Ortsfamilienbuchs wurden die verschiedenen Quellen miteinander verglichen und zusammengeführt. Ergänzend wurden Angaben aus dem Ortssippenbuch von Theo Kiefner, „Die Waldenser auf ihrem Weg aus dem Val Cluson durch die Schweiz nach Deutschland 1532–1820/30“, Band 5, ausgewertet.
Durch die Zusammenführung dieser unterschiedlichen Quellen konnten Iris Riedlsperger und Roland Jourdan Familienzusammenhänge über mehrere Generationen nachvollziehen und die Geschichte der Palmbacher Familien dokumentieren.
Die Vielfalt der 156 Familiennamen zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der Gemeinde – von den waldenserischen Ursprungsfamilien aus dem Piemont über Familien aus den badischen und württembergischen Nachbarorten bis hin zu späteren Zuzügen.
Ortsfamilienbuch Grünwettersbach
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Einladung: Vor 325 Jahren kamen die Waldenser nach Grünwettersbach
1701 – Vor 325 Jahren kamen die Waldenser von Mörfelden-Walldorf in ihre neue Heimat
WALDENSERWEG-FÜHRUNG am 13.09.2026 - Fotoausstellung über das Palmbacher Jubiläumsjahr 2001 in den Sommerferien:
Vor 325 Jahren, an einem Mittwoch, dem 4. Mai 1701, trafen die protestantischen Waldenserflüchtlinge im lutherischen Grünwettersbach ein, das damals – ebenso wie Untermutschelbach – zum Herzogtum Württemberg gehörte. Eine Gruppe von etwa 250 waldensischen Glaubensflüchtlingen fand in unserer Region eine neue Heimat.
Die Waldenser waren aus den Waldensertälern im piemontesischen Pragelatal – wegen ihres protestantischen Glaubens – vertrieben worden und hatten sich von 1699 bis 1701 vorübergehend in Mörfelden-Walldorf aufgehalten. Doch die Lebensbedingungen dort waren schwierig: Es fehlte an ausreichend fruchtbarem Land, die Bodenqualität war schlecht, und eine sichere Zukunft zeichnete sich nicht ab. Daher suchte ein Teil der Gemeinschaft nach neuen Siedlungsmöglichkeiten.
Im August 1700 wandten sich die Anführer Jean Balce und Laurens Berger aus Walldorf zunächst vergeblich an Baden-Durlach, bevor sie im Oktober desselben Jahres die herzoglich württembergische Regierung um Aufnahme baten. Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg gab die Zusage, einen Teil der Flüchtlinge in seinem Land aufzunehmen, da er nach den Verwüstungen und Bevölkerungsverlusten infolge zahlreicher Kriege und Krankheiten an der Ansiedlung neuer Einwohner interessiert war. Grünwettersbach hatte in dieser Zeit noch ungefähr 30 Bürger (Haushaltsvorstände mit Bürgerrecht), was je nach Familiengröße etwa 100 bis 150 Personen entsprach.
Am 22. April 1701 erhielten die Waldenser in Walldorf von Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt die Genehmigung zum Abzug. Drei Tage später, am 25. April 1701, wurden den abziehenden Waldensern ihre Reisepässe ausgestellt. In den darauffolgenden Tagen führte Pierre Berger, der in Walldorf zum Bürgermeister gewählt worden war, die Waldenser nach Grünwettersbach und blieb auch dort zunächst in dieser Funktion tätig. Von den Walldorfer Bewohnern blieben 14 Familien mit 56 Personen
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Bericht Mitgliederversammlung 2026
Liebe Mitglieder und Freunde des Waldenservereins Palmbach,
am Freitag, 17. April 2026, um 19:00 Uhr fand die diesjährige Mitgliederversammlung im Evangelische Gemeindehaus Palmbach ein.
Zwei Jahre nach der Vereinsgründung standen erstmals Neuwahlen an, welche eine neue Zusammensetzung der Verwaltung mit sich brachten. Unser zweiter Vorsitzender Peter Hepperle möchte künftig etwas kürzertreten und hat sein Amt abgeben. Seit 2014 engagierte er sich im ursprünglichen Waldenser-Arbeitskreis. Die Waldenserweg-Führungen wird er weiterhin unterstützen.
Anwesend waren 19 stimmberechtigte Mitglieder, Versammlungsleiter war Roland Jourdan und Protokollführerin Beate Tron.
Auszüge aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung:
TOP 1: Begrüßung. Roland Jourdan begrüßte die anwesenden Mitglieder.
Zur Mitgliederversammlung wurde fristgerecht eingeladen. Gegen die Tagesordnung gab es keine Einwände. Er stellte fest, dass 19 stimmberechtige Mitglieder anwesend sind.
Von der Vorstandschaft sind Peter Hepperle und Ulrike Beichert, sowie die Kassenprüfer Alheidis Götz und Rudi Ludwig entschuldigt.
TOP 2: Totengedenken
TOP 3: Jahresbericht des Vorsitzenden. Roland Jourdan berichtete über die Vereinsaktivitäten im Jahr 2025.
TOP 4: Kassenbericht Martina Vogt als Kassenverwalterin trug die Kassenbewegungen (Einnahmen/Ausgaben) des Jahres 2025, sowie die Mitgliederstatistik vor.
Mitgliederstand am 31.12.2025: 69 Mitglieder, diese teilen sich auf in 36 Einzelmitgliedschaften, 13 Paar-Mitgliedschaften und 3 Familienmitgliedschaften. Im Jahr 2025 gab es 13 Neueintritte und einen Austritt.
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Stationen der Flucht und Vertreibung
Diese Seite wurde am 18.07.2025 überarbeitet.
Stationen der Flucht - Die Palmbacher Waldenser -
Kurze Vorgeschichte
1173
Der wohlhabende Kaufmann Waldes (in Deutschland als Petrus Waldus bekannt) lässt die Bibel in die Volksprache übersetzen. Er verzichtet auf sein Vermögen und beginnt in Lyon als Laie das Evangelium zu predigen.
1184
Papst Lucius III. verurteilte auf der Synode von Verona zusammen mit Kaiser Friedrich Barbarossa die Waldenser als Ketzer.
Seit 1231
Päpstliche Inquisitoren führen Ketzerprozesse gegen Waldenser durch. Hunderte Waldenser werden zum Tode auf den Scheiterhaufen verurteilt. Solche Urteile wurden von der weltlichen Hand vollstreckt.
12. Jahrhundert
Die Grafen von Vaihingen besitzen die Herrschaftsrechte von Grünwettersbach.
1349
Die Dauphiné wird von Frankreich gekauft. Damit fällt das Pragelatal (Val Pragela) an Frankreich. Dort liegt auch der Ort La Balme, aus dem die Palmbacher Waldenser stammen. Bereits im Mittelalter ist das Pragelatal ein waldensisches Kerngebiet.
1535
Die Herrschaftsrechte von Grünwettersbach gehen an das württembergische Oberamt Neuenbürg über.
1517
Martin Luther schlägt seine 95 Thesen gegen den Ablass an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.
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